Angebot der Arbeitgeber ist nicht akzeptabel

Branche Bauhauptgwerbe
Angebot der Arbeitgeber ist nicht akzeptabel

Dietmar Schäfers
© IG BAU
Frankfurt am Main, 24. März 2011
Die zweite Runde der Tarifverhandlungen für das Bauhauptgewerbe ist am Donnerstag (24. März 2011) ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Nach zähem Ringen vertagten die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) und die beiden Arbeitgeberverbände, Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) und der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) die Gespräche auf den 30. März 2011. „Der Vorschlag ist unterirdisch“, kommentierte der IG BAU-Verhandlungsführer Dietmar Schäfers das Angebot der Arbeitgeber.

Diese hatten eine Lohnerhöhung von 1,8 Prozent angeboten. „Das gleicht noch nicht einmal die Teuerungsrate aus“, stellte Schäfers fest. Die Inflationsrate liegt bei mehr als zwei Prozent. „Damit würden die Reallöhne sinken, obwohl gleichzeitig die Baubranche vom Wirtschaftsaufschwung in Deutschland profitiert. Das ist mit uns nicht zu machen“, betonte der stellvertretende IG BAU-Bundesvorsitzende.

Schäfers forderte die Arbeitgeberseite auf, ihr Angebot deutlich nachzubessern. „Auf der derzeitigen Grundlage sind keine zielführenden Verhandlungen möglich. Die Beschäftigten müssen fair an der guten Entwicklung am Bau beteiligt werden“, sagte er.

Für die rund 700 000 Beschäftigten am Bau fordert die IG BAU 5,9 Prozent mehr Lohn, Gehalt und Ausbildungsvergütung sowie die Anhebung der Mindestlöhne in gleicher Höhe. Zudem strebt die IG BAU weitere Angleichungsschritte der Ost- an die Westlöhne an.


Geschrieben am 25.03.2011 09:10:53